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Anfilzen:
Da man beim Nadelbinden nur mit ein bis zwei Armspannen langen Fäden arbeitet, muss man den Arbeitsfaden immer wieder verlängern. Dazu lässt man vom alten Arbeitsfaden ca. 15 cm übrig, entfernt die Nadel und zwirbelt die letzten 5 cm beider Wollfäden (alter und neuer Arbeitsfaden) auf. Dann legt man beide Endstücke ineinander und verfilzt sie erst einmal grob, indem man das Übergangsstück zwischen den Handflächen reibt. Jetzt muss das Übergangsstück angefeuchtet werden. Die eine Möglichkeit ist, dass man es in den Mund nimmt und mit Speichel anfeuchtet. Für wen das zu eklig ist, der kann sich auch eine kleine Schale mit Wasser daneben stellen und das Übergangsstück mit den dort angefeuchteten Fingern wässern. Ist das Übergangsstück feucht, egal auf welche Weise, reibt man es wieder zwischen den Handflächen. Reibung, Feuchtigkeit und Wärme sorgen dafür, dass der Übergang verfilzt. Es ist wichtig, dass der Übergang gut verfilzt ist, da der Arbeitsfaden an dieser Stelle sonst gleich wieder reißt.

Runde:
Runde ist gleichbedeutend mit Reihe. Zur Erleichterung sollte man sich die Stelle, an der eine Runde beginnt markieren, z. B. durch eine Sicherheitsnadel (unauthentisch) oder indem man eine Markierung (Strich) stickt. Dabei gehört der Beginn nicht zum Rundenanfang, sondern zum Rundenende. Beispiel: Soll man in einer Runde 4 x (mal) zunehmen, so setzt man je eine Masche zusätzlich im 1. Viertel, im 2. Viertel (Hälfte), im 3. Viertel und schließlich im 4. Viertel = Rundenende ein.

Zunahme:
Damit ist nicht die Gewichtszunahme gemeint, die komischer Weise nach Feiertagen auftritt, Spaß bei Seite! Hierbei wird die Maschenzahl einer Reihe erhöht, indem man zusätzliche Maschen einfügt, man macht praktisch in die gleiche Grundmasche zwei Maschen. Das Zeichen für eine solche Aktion ist: V
Kann auch mit genauen Anweisungen verknüpft sein: Beispiel:
6 x V = man nimmt sechs mal zu; die nächsten sechs Grundmaschen werden zunehmend bearbeitet, d. h. in die nächsten sechs Grundmaschen fügt man jeweils zur normalen Masche eine zweite mit ein. Maschenanzahl verdoppelt sich, aus sechs Grundmaschen werden 12

Abnahme:
Hierbei wird die Maschenzahl einer Reihe verringert, indem man Grundmaschen vom Prinzip her auslässt. Man überspringt eine Grundmasche, sticht in die nächste Grundmasche ein, zieht den Faden aber zunächst nicht durch, sondern nimmt jetzt auch die übersprungene Grundmasche mit auf die Nadel und kann jetzt die Nadel durchziehen und die Masche fertig machen. Man hat also aus zwei Grundmaschen eine Masche gemacht. Nimmt man die übersprungene Masche nicht mit auf, entstehen kleine Löcher. Das Zeichen für diese Aktion ist: ^
Kann auch mit genauen Anweisungen verknüpft sein: Beispiel:
3 x ^ = man nimmt dreimal ab; d. h. man überspringt bei den nächsten drei Maschen jeweils eine Grundmasche. Maschenzahl halbiert sich, aus sechs Grundmaschen werden drei

Normal:
Damit ist gemeint, dass man Maschen weder zu, noch abnimmt, man macht in jede Grundmasche eine Masche, ganz normal. Das Zeichen für diese Aktion ist: I

... :
Mit diesen drei Punkten wird zum Ausdruck gebracht, dass die davor stehende Maschenart (normal, zunehmen oder abnehmen) die ganze Runde lang gearbeitet wird. Beispiele:
I... = man arbeitet die ganze Runde normale Maschen, nimmt weder zu, noch ab.
V... = man nimmt die ganze Runde zu, d. h. man macht in jede Grundmasche zwei Maschen, die ganze Runde lang. Die Maschenanzahl wird verdoppelt; nimmt man vor allem beim Anfang von Socken oder Handschuhen her, so ein schneller Anstieg an Maschen erwünscht ist.
^... = man nimmt die ganze Runde ab, d. h. man überspringt immer eine Grundmasche, die ganze Runde lang. Die Maschenanzahl wird halbiert; nimmt an für Stücke, wo ein schneller Verlust an Maschen erwünscht ist.
Diese Rundenvorgaben können aber auch mit Bedingungen verknüpft sein. Beispiel:
I..., 4 x V Erklärung: Man arbeitet die ganze Runde lang normale Maschen, in jede Grundmasche eine Masche, doch soll man während der ganzen Runde vier mal eine Masche zunehmen, nämlich im 1. Viertel, im 2. Viertel (Hälfte), im 3. Viertel, im 4. Viertel = Rundenende. „I...“ ist also die Vorgabe, wie die Runde gearbeitet werden soll, „4 x V“ ist die Bedingung, vier mal in der Runde zuzunehmen, gleich verteilt.

Arbeitsplan:
Mit einem Arbeitsplan ist eine genaue Arbeitsanweisung, bzw. -ablauf gemeint, um z. B. Socken oder Handschuhe anzufertigen. Wie ist zum Beispiel die Rundenvorgabe, welche Bedingungen werden gestellt, wird zu- oder abgenommen, wann/wie oft wird zu- oder abgenommen, für wie viele Runden gilt die Rundenvorgabe, usw.

Auftrennen:
Dies ist bei beiden Techniken nicht ganz einfach. Am schwierigsten ist es bei der Daumentechnik, da hilft kein stures, deprimiertes oder gestresstes Anziehen, man muss die Maschen Schritt für Schritt, Stich für Stich zurückarbeiten.



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