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Die Daumentechnik

Diese Technik ist eher etwas komplizierter, aber erlernbar. Man kann sie verschieden dick variieren, je nach dem, durch wie viele Rückmaschen man durchsticht, aber dazu später mehr. Die Daumentechnik eignet sich eher für dicke Werkstücke, wie Socken, Fäustlinge, Strümpfe, Stulpen, ...


---------------------------- Die Kette ----------------------------

1. Zunächst schneidet man einen armspannenlangen Faden ab. Während man das eine Ende in das Nadelöhr einfädelt, macht man in das andere Ende einen lockeren Knoten.




2. Dieser wird zwischen Daumen und Zeigefinger der linken Hand genommen. Dabei ist es wichtig, dass das kurze Ende rechts und das lange Ende mit der Nadel (= Arbeitsfaden) links liegt. Außerdem ist zu beachten, dass die Schlaufe oben liegt und der Knoten unten.




3. Dann wird der Arbeitsfaden vor dem Daumen nach rechts um den Daumen gelegt und wieder zurück nach links, diesmal aber hinter dem Daumen rum. Und schon hat man die grundlegende Ausgangsstellung. Kurzer Faden liegt rechts, der lange Arbeitsfaden links vom Daumen und verläuft in der Ausgangsstellung immer vor der Hand. Die Schlaufe, die zwischen Daumen und Zeigefinger liegt nennt man Hintere Daumenmasche (DM), die Schlaufe, die um dem Daumen liegt, bzw. vorm Daumennagel, bezeichnet man als Vordere Daumenmasche (DM).




4. Nun geht es los: Man sticht von vorne nach hinten in die Hintere Daumenmasche ein, 5. zieht den Faden durch, wobei die so entstandene Schlaufe (= Arbeitsschlaufe) groß genug bleiben muss, siehe Abbildung.




6. Dann sticht man von oben nach unten in die Vordere DM ein und führt gleichzeitig die Nadel unter der Arbeitsschlaufe durch.




7. Der nächste Arbeitsschritt geht Hand in Hand mit dem vorhergehenden. Es läuft wie folgt ab:
- Man zieht den Arbeitsfaden durch die Schlaufen und während man am Arbeitsfaden zieht, verkleinert sich die Arbeitsschlaufe
- Wenn dies passiert lässt man die Hintere DM nach hinten fallen, klemmt sie aber dennoch mit dem Zeigefinger gegen den Daumen
- und schiebt die Vordere DM an die Stelle, wo vorher die Hintere DM positioniert war. Die alte Vordere DM wird somit zur neuen Hinteren DM.




Zieht man jetzt weiter am Arbeitsfaden, so zieht sich die Arbeitsschlaufe unterhalb des Daumennagels zur neuen Vorderen Daumenmasche zusammen. Wichtig: Der Arbeitsfaden kommt immer links neben dem Daumen aus der Masche raus. Jetzt befindet man sich wieder auf der Ausgangsposition. Das war die erste von den vier Anfangsmaschen.




8. Bei der zweiten Anfangsmasche geht man gleich vor, wiederholt die Schritte 4. bis 7., wobei der 5. Punkt ausgebaut wird: Man sticht wie gehabt von vorne nach hinten in die Hintere Daumenmasche ein, zieht den Faden durch und lässt die Arbeitsschlaufe groß genug. Dann sticht man diesmal auch in die eine Rückmasche hinter dem Daumen ein (= die alte Hintere Daumenmasche, die man nach hinten fallen hat lassen), zieht den Faden durch, sticht von oben nach unten in die Vordere Daumenmasche ein, führt gleichzeitig die Nadel unter der Arbeitsschlaufe durch, zieht am Arbeitsfaden an, lässt die Hintere Daumenmasche nach hinten fallen, macht die Vordere DM zur Hinteren DM und die Arbeitsschlaufe wird zur Vorderen DM.




9. Bei der dritten Anfangsmasche geht man ebenfalls gleich vor: Man sticht wie gehabt von vorne nach hinten in die Hintere Daumenmasche ein, zieht den Faden durch und lässt die Arbeitsschlaufe groß genug. Dann sticht man diesmal in die zwei Rückmaschen hinter dem Daumen ein (= die alten Hinteren DM, die man nach hinten fallen hat lassen), zieht den Faden durch, sticht von oben nach unten in die Vordere Daumenmasche ein, führt gleichzeitig die Nadel unter der Arbeitsschlaufe durch, zieht am Arbeitsfaden an, lässt die Hintere DM nach hinten fallen, macht die Vordere DM zur Hinteren DM und die Arbeitsschlaufe wird zur Vorderen DM.




10. Die vierte Anfangsmasche: Man sticht wie gehabt von vorne nach hinten in die Hintere Daumenmasche ein, zieht den Faden durch und lässt die Arbeitsschlaufe groß genug. Dann sticht man diesmal in die drei Rückmaschen hinter dem Daumen ein (= die alten Hinteren DM, die man nach hinten fallen hat lassen), zieht den Faden durch, sticht von oben nach unten in die Vordere Daumenmasche ein, führt gleichzeitig die Nadel unter der Arbeitsschlaufe durch, zieht am Arbeitsfaden an, lässt die Hintere DM nach hinten fallen, macht die Vordere DM zur Hinteren DM und die Arbeitsschlaufe wird zur Vorderen DM.




11. Ab jetzt werden alle Maschen so gefertigt, wie es im Punkt 10 beschrieben ist, es werden also ab jetzt jedes Mal drei Rückmaschen mit durchstochen. Um sich einen Arbeitsschritt zu sparen, kann man, wenn man in die Hintere DM einsticht gleich noch in die Rückmaschen einstechen und erst dann den Arbeitsfaden durch die vier Schlaufen ziehen. Auf diese Weise entsteht eine Kette.




Das Muster sieht dann so aus. Das Geflecht ist jetzt zwar schön dicht und fest, aber leider nicht mehr so gut dehnbar. Möchte man ein leichteres Geflecht, welches besser dehnbar ist, so kann man die vierte Anfangsmasche weg lassen und bei jeder Masche auch nur zwei Rückmaschen durchstechen. Dabei ist es allerdings wahrscheinlich, dass das Endprodukt kleine Löcher hat.




Möchte man die Nadelbindsachen einmal zur Seite legen, dann beendet man die Masche, zieht etwas an der Vorderen DM, damit sie größer wird und nimmt die Arbeit aus der Hand. Will man wieder weitermachen, weis man, dass die große Schlaufe die Vordere DM ist, folglich ist die kleine, darunter liegende Schlaufe die Hintere DM, diese nimmt man zwischen Daumen und Zeigefinger (Wichtig!: Der Arbeitsfaden muss links von der Masche liegen). Jetzt kann man am Arbeitsfaden ziehen und die große Schlaufe wird wieder zur Vorderen DM.




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